Hinweise zur Wirksamkeit von Homöopathie und homöopathischen Arzneimitteln
1986 wurde durch den Biophysiker F. A. Popp ein Forschungsprojekt zum
Wirksamkeitsnachweis homöopathischer Mittel im Auftrag der
Hufelandgesellschaft für Gesamtmedizin abgeschlossen. Die Ergebnisse
wurden in dem Buch "Bericht an Bonn" zusammengefasst, da man zu dieser Zeit
auf Druck der Standardmedizin beabsichtigte, die homöopathischen Arzneimittel
aus der Kostenerstattung der Krankenkassen zu streichen.
Der häufig klinisch beobachtete, anstoßende bzw. induzierende Effekt
homöopathischer Mittel wurde durch in vitro Untersuchungen an Zellkulturen
nachgewiesen, nachdem der Effekt am Gesamtorganismus zunächst leicht durch
Placebowirkung erklärbar schien. So wurden in vielen Experimenten von
HARISCH et al. in vitro an der Rattenleber und Rattenleberzellen sowie
später auch an menschlichen Leberzellen die Enzymaktivitäten unter Einwirkung
verschiedenster homöopathischer Potenzen und gleich konzentrierter
konventioneller Verdünnungen untersucht. Dabei zeigten sich besonders ab dem
Potenzgrad D8/Verdünnung 10-8 statistisch relevante Unterschiede von
Stimulation oder Inhibition. Die Ergebnisse konnten auch die hohe
Selektivität und Spezifität der Wirkung homöopathische Potenzen aufzeigen.
Die homöopathische Behandlung wird gemäß diesen Befunden einer
Regulationstherapie gleichgestellt. Ebenfalls elementare Fortschritte
in der Erklärbarkeit dieser feinstofflichen Effekte und von deren
Übertragung/Induktion durch hochpotenzierte Mittel brachte die Forschung
bezüglich Informationsspeicher und -transport in Flüssigkeiten, insbesondere
am Wasser . Es konnte die pseudokristalline Form des Wassers im
Temperaturbereich von 10 - 50 ° C mit einem Maximum an
Rekombinationsmöglichkeiten bei 37° gezeigt werden (TRINCHER).
Die spektralanalytisch bestimmbaren rho-2-Relaxationszeiten von
Wasserstoffkernen zeigten beim Vergleich verdünnter zu homöopathisch
potenzierten Lösungen Unterschiede, auch jenseits der Avogadrozahl
(RESCH, GUTMANN).
Zu ähnlichen Ergebnissen kamen aktuelle Studien auch mittels
Raman-Spektroskopie bzw. NMR-Spektroskopie (DEMANGEAT et al.). Da sich
physiologisch unser Hauptbaustein H20 extra- wie intrazellulär in geordneten,
dreidimensionalen Netzwerken um GAG, Faserelemente, Zellorganellen und Enzyme
strukturiert, wird dadurch die Stabilität von Informationsspeicherung noch
erhöht. Die wässrige Phase stellt dabei eher das Transportmedium, die
pseudokristalline oder Oberflächenphase eher das Resonanzmedium
dar. Die sog. Imprinttheorie stellt als Folgerung der auch zitierten
experimentellen Arbeiten das führende Erklärungsmodell des arzneilichen
Charakters und der besonderen Eigenschaften von homöopathischen Mitteln dar
(RESCH, GUTMANN, WALACH, HOCK et al.).
Eine Erläuterung der Vielzahl klinischer Studien zur Wirksamkeit der
Anwendung homöopathischer Mittel an Pflanzen, Tieren und Menschen würde
den Rahmen dieser Übersicht sprengen. Hierbei sollte allerdings der Hinweis
erfolgen, dass im Gegensatz zu den Forderungen der universitären
Medizin für die klinische Anwendung der Homöopathie der Doppelblindversuch
nicht sinnvoll - im Gegenteil sogar unwissenschaftlich wird. Die Antwort für
diese Behauptung ergibt sich sowohl bei näherer Betrachtung der Methodik als
auch der Wirkungshinweise aus der Grundlagenforschung. Für die homöopathische
Behandlung gilt als Grundvoraussetzung die genaue Erhebung der individuellen
Krankheitssymptome und dem gemäße Zuordnung der Arznei nach dem Simile-Prinzip.
Der Behandler muss somit den Patienten genau befragen und untersuchen. Unter
Umständen kommen für eine klinische Diagnose (z.B. Schnupfen) 10 oder 20 oder
50 homöopathische Mittel in Betracht.
Die Biophotonenstudien erbrachten nur einheitliche Befunde bei der
Verabreichung der Medikamente in toxischer Dosis. Ab bestimmten
Potenzierungsgrad verdeutlichte sich der Einfluss von Keimart, -alter,
Zusammensetzung der Nährlösung etc. im Ergebnis und Einfluss der Homöopathika.
Somit wäre eine Doppel-Blind-Studie zur Testung der Wirksamkeit von
Homöopathika nur bei identischen Individuen möglich. Eine statistisch
relevante Zahl von eineiigen Zwillingen mit identischer Ernährung,
Bewegung und Krankheitsvorgeschichte ist aber schwer organisierbar.